Turnierbericht Regional 2010 Aschaffenburg | openCards

You are here

Turnierbericht Regional 2010 Aschaffenburg

    This Tournament-Report article was written by openCards user KlimDokachin at May 2nd, 2010.

    Tournament-Report from the Tournament "German Regional 2010 in Zentraldeutschland (bei Aschaffenburg)".

    Prolog:

    Im Vorfeld hatte ich für dieses Turnier überlegt etwas zu tun, was ich in 15 Jahren 1E noch nicht gemacht habe: Borg spielen. Da ich demnach noch nie Borg gespielt habe, fehlten mir dafür zwei elementare Dinge: a) Erfahung wie man Borg spielt und b) die nötigen Karten. Ein Blick in existierende Decklisten bestätigte mir, dass man ~ 12 Queens und ~10 Locutus' im Deck haben muss, damit das was wird. Bis mir von der 2E Renaissance Drohne berichtet wurde, mit der man Nicht-Drohnen downloaden kann, allerdings schwer zu bekommen. Dukat half mir dabei, dieses kleine Problem zu überwinden (Danke an dieser Stelle nochmal) aber die Turnierregeln machten dem Vorhaben ein Strich durch die Rechnung: Jede Karte nur 4x im Deck. Damit war an Awaken und Activate Subcommands nur schwer heranzukommen und auch Kivas Fajo war als meine einzige Draw Engine gestorben, so dass ich mich behelfsmäßig mit War Councils behelfen wollte. Die Testspiele bestätigten mir aber immer wieder, dass das nix wird. Das finale Testspiel gegen Robert zeigte mir dann wie marode meine Planung war und wir fingen an, unsere beiden Decks komplett umzuarbeiten, da auch sein Deck eklatante Lücken aufwies.  So bauten wir an seinem Deck bis 3 Uhr in der Früh und um 9 Uhr rappelte der Wecker, damit ich mein 0815-Hirogen Deck zusammen werfen konnte. Und so starteten wir viel zu spät zum Turnier und kamen dementsprechend etwas zu spät.

     

    Das Turnier:

     

    1. Runde: vs Christoph Affiliation Bajoran

    Christoph baute sich mit seiner DS9 im Alpha Quadranten auf, der zum großen Teil aus Bajor Regionen bestand, während ich den gesammten Delta Quadranten für mich hatte. Es folgten die üblichen drei bis vier Runden, in denen jeder seine ersten Personnels ausspielte. DS9 funktionierte in gewohnter Weise, Morn saß im Quarks und sorgte für einen zusätzlichen Card Draw, während unsere beiden Sherlocks eigentlich relativ nutzlos nur für hier und da mal einen Card Draw sorgten. Über eine Holodeck Door konnte ich einen Vic Fontaine spielen aber einen Nutzen konnte ich daraus nicht ziehen. Christoph zauberte mir zweimal ein Temporal Rift an den Hals, was mir wieder zeigte, wie wichtig es ist, an eine AU-Door zu denken. Mich beeindruckte der Bajoran Raider, welcher sich mit Range 9 durch die Bajor Region bewegen konnte. Irgendwie kamen wir aber beide nicht so richtig in Schwung und kassierten je erstmal 10 Minuspunkte, Christoph durch Edo Probe, ich durch Lack of Preporation, wenn ich mich gerade nicht irre. Im weiteren Spielverlauf schlugen wir uns noch diverse Referee Karten um die Ohren, da ich scannen und sein Schiff wurmlochen wollte und ständig irgendein Shape Shift Inhibitor das Feld zierte. Mein Linguistic Legerdemain versperrte seine Study Cometary Cloud für stattliche 4 Runden, welche dann relativ ereignislos dahinglitten, so dass es am Ende auf ein -10:-10 Unentschieden hinauslief...

     

    2. Runde: vs Marcel Affiliation Federation

    Mit Marcel hat unsere kleine Runde endlich mal wieder Zuwachs bekommen. Marcel spielte zum ersten Mal auf einem Turnier, so dass diese Runde mit einem 100:0 Win für mich endete. Diverse Anfängerfehler machten ihm leider noch etwas zu schaffen, aber seine Dilemmas richteten doch schon einigen Schaden in meinen Reihen an, vor allem mit Science haben meine Hirogen nach wie vor ihre Problemchen. Ohne Card-Draw Engine und die meisten Card-Plays für zwei und drei-Skiller Personnels nutzend, verlief diese Runde für Marcel dementsprechend schleppend, während meine Hirogen sich langsam aber sicher durch die Dilemmas fraßen. Zwischendurch gab ich immer wieder ein paar Tipps, wobei ich mich gleich dafür entschuldigt habe, dass das auf keinen Fall oberlehrerhaft oder altklug klingen sollte, schließlich wollte ich Marcel helfen und nicht verschrecken. Den am schwersten zu lernenden Teil des Spieles, die Grundzüge, hat er schon gut drauf und mit etwas Übung wird das schon. Wenn ich so an meine ersten Turniere zurück denke...

     

    3. Runde: vs Christian Affiliation Federation Delta Quadrant

    Dieses Mal musste sich also der Delta Quadrant zwischen zwei Spielern aufteilen, was darin gipfelte, dass wir drei Missionen doppelt hatten, an die sich im weiteren Spielverlauf auch niemand heran wagte. Wobei mir auffiel, dass bei einer meiner Missionen nur Dilemma lag - wahrscheinlich also Dead End. Ich stellte mir also eine kleine Flotte zusammen um mal eine andere Mission anzutesten, was auch Dank Lack of Preporation mal wieder prompt mit 10 Minuspunkten bestraft wurde. Christian verschanzte sich in einem gelandeten Delta Flyer um mit Ancestral Vision Karten zu ziehen, spielte eine Kes nach der anderen um seine Missionen zu redshirten und vollbrachte das Kunststück nahezu am Ende jeder Runde nur zwei Karten auf der Hand zu haben, so dass mein Sherlock Holmes wiedermal nutzlos am Außenposten rumlag. Nachdem ich bereits eine Mission bis auf ein Dilemma leergeräumt hatte, fehlte mir mal wieder Science und bis das kam probierte ich mal die 1-Dilemma Mission, welche zu meiner Überraschung ein Q-Dilemma enthielt, statt einem Dead End. 2 Leadership und Integrity >60 waren kein Problem und so ging ich tatsächlich unerwartet in Führung. Nachdem auch endlich die Science Probleme gelöst waren, konnte ich sogar noch eine Mission lösen, aber auch Christian löste eine Mission und fasste bereits die zweite ins Auge, als wir merkten, dass die Zeit recht knapp wurde. Ich überlegte noch ihn anzugreifen, aber auch das wäre nicht mehr möglich gewesen, alle meine anderen Missionen waren vermint und so beendete ich die Runde schon innerlich mit einer Niederlage, als Christian kurz vor Hands down nochmal eine Mission anging, dann aber einem Dilemma hängen blieb. Time Win 40:20 für mich.

     

    4. Runde: vs Christopher Affiliation Federation Delta Quadrant Mirror Quadrant

    Die letzte Runde ging wieder gegen ein neues Gesicht in der kleinen Runde, Christopher aus den (der?) USA war zu Gast, da er gerade in Deutschland stationiert ist. Er spielte ein beachtlich kleines Draw Deck von nur 34 Karten, und baute seine Missionen sehr bunt auf: Halkan Planet als Mirror Quadrant Mission, die Erde und die Barzan Mission Alpha Quadranten, sowie die Liberation und zwei High-Point Missionen im Delta Quadranten.  In seiner ersten Runde platzierte er das Barzan Wormhole Doorway im Delta Quadranten und bildete seine Draw Engine aus Where No Man Has Gone Before, indem er immer wieder durch das Wurmloch flog und dafür Karten zog oder Leute auf das Schiff ausspielte. Zusätzlich betrieb er von der gelandeten Voyager aus Ancestral Visions und zog dadurch recht stattlich auf. Alle Personnels reporteten dann am Halkan Council, am Office of the President und auf der Voyager über Home away from Home weitestgehend for free. Regenerate sorgte dafür, dass nicht nur seine Hand, sondern auch sein Draw Deck immer voll waren, so dass ich endlich mal über meinen Sherlock Holmes auch gut und viel nachziehen konnte. Nachdem er vier Runden lang Personnels in allen Quadranten reportet hatte, sammelte er alle seine Leute ein und versuchte sich an der Liberation, encounterte das Edo Probe und kassierte gleich mal 10 Minuspunkte. Irgendwie schon seltsam, dass ich nur ein Edo Probe hatte, aber jeder Spieler da gleich als erstes reinläuft ;-). Ich hingegen hatte eigentlich mit seinen High-Point Missionen geliebäugelt, die so verführerisch direkt vor meiner Nase lagen - leider zog ich nur ein Q's Tent und statt mein Espionage: Romulan on Federation herauszuholen, entschied ich mich durch den frühen Spielverlauf für meinen Kevin Uxbridge, der erstmal sein Ancestral Vision plättete. Weil keine weiteren Q's Tents kamen, versuchte ich mit der Kejal mal einen Mission attempt und freute mich schon, dass sie als Hologram ja nicht getötet werden kann (wohl aber discarded). So kam es wie es kommen musste: Spatial Rift, Kejal weg.  Ähnlich erfolgreich ging es weiter, unsere Dilemma griffen beiderseits gut, so dass Christpher sich des Genesis Effektes und dem Dilemma-Nullifiy Effekt des 2E Kirk bedienen musste. Ich hingegen lieh mir Security über Rituals of the Hunt von seinem Tuvok, da meine eigentlichen Personnel leider alle den Weg in den Discard Pile gefunden hatten. Mit einem Wurmloch, wäre ich noch in der Lage gewesen ihm die Barzan Mission wegzuschnappen, aber auch hier versagte mein Kartenzieh-Glück mittels Massaka Transformations. So wurden die letzten Minuten immer knapper und das Hands Down kam inmitten meines Mission Attempts, welche ich daher leider nicht mehr lösen konnte. Immerhin endete auch dieses Spiel für mich mit einem Time Win. 

     

    Epilog:

    Letztendlich brachte  mir dies in der Gesamtwertung "nur" den dritten Platz, was dahingehend ärgerlich ist, wenn man weiß, dass man das erstplatzierte Deck ja eigentlich geschlagen hat. ;-)

    Alles in allem war es eine schöne Runde, die durch anschließende diverse Tauschaktionen schließlich ihr Ende fand. Besonders gut fand ich, dass mal wieder neue Gesichter dabei waren und hoffe, das auch zukünftig wieder mehr Spieler Zeit finden würden, immerhin wohnen hier noch genug aktive Spieler in der Nähe. Vielleicht bringt ja das neue Unified Format wieder frischen Wind in die Szene.